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Design Thinking – Kreativität als Methode

Design Thinking ist ein kreativer Lösungsansatz für Probleme, der in Unternehmen eine immer stärkere Verbreitung findet. Diese besondere Sichtweise auf Aufgabenstellungen ist geprägt von dem Glauben, dass sich Lösungen leichter finden lassen, wenn Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenarbeiten. Wer in seinem Unternehmen auf der Suche nach Innovationen und mehr Agilität und Anpassungsfähigkeit ist, erhält mit diesem Kreativprozess die Möglichkeit dazu, Wege abseits der ausgetretenen Pfade zu beschreiten.

Was ist Design Thinking?

Das Design Thinking ist eine Methode für das Auffinden von Designkonzepten, anhand derer sich neue Produkte entwickeln lassen. Der Ansatz ist sehr weit gefasst und kann sich auf alle Arten von Produkten beziehen wie etwa Maschinen, Software oder auch Gebäude. Ziel ist es stets, mit den gewonnenen Konzepten einen Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen, ihm bei seiner Anpassung an den Markt zu helfen und letztlich dazu beizutragen, dass das Unternehmen im Wettbewerb bestehen kann. Das Verfahren bezieht sich vor allem auf Herausforderungen hoher Komplexität. Häufig lassen sich diese Lösungen nur im Team finden. Die Interdisziplinarität ist daher einer der entscheidenden Faktoren.

Grundsätzlich orientiert sich das Designdenken stark an der Arbeitsweise, wie sie von Designern schon immer umgesetzt wurde. Die Denkweisen sind hier ähnlich. Es ist daher auch nicht unüblich, dass Lösungsansätze mithilfe der Visualisierung gefunden werden. Für Industrieunternehmen bedeutet das zum Beispiel, Prototypen in schneller Folge zu entwickeln und zu präsentieren. Die Ergebnisse sind immer auch zum Anfassen. Das ist einer der entscheidenden Vorteile bei der Vermittlung der Ergebnisse im Unternehmen. So lassen sich die Prototypen zum Beispiel im Rahmen von internen Präsentationen oder beim Kunden sofort einsetzen.

Ein weiteres wichtiges Stichwort im Zusammenhang mit dieser Denkweise ist daher das der Iteration. Ergebnisse werden erst allmählich gefunden in einem Prozess. Häufig sind viele kleine Schritte erforderlich, um einen guten Lösungsansatz entwickeln zu können. Das kreative Denken fordert einen solchen Prozess sogar und setzt das Augenmerk auf häufige Iteration. Immer neue Prototypen mit kleinen Verbesserungen sollen dabei helfen, sich einem optimalen Ergebnis anzunähern. Das unterscheidet den Kreativprozess von anderen Innovationsmethoden, die schlagartig und unmittelbar zu Ergebnissen führen wollen.

Das Designdenken umfasst damit vieles. Es ist eine Problemlösungsmethode, ein Innovationsprozess und eine Methodensammlung. Außerdem ist es eine bestimmte Denkhaltung, eine Einstellung und eine Arbeitsweise. Hieran beteiligen sich kreative Menschen unterschiedlicher Disziplinen im Prozess divergierenden und konvergierenden Denkens um Lösungskonzepte zu entwickeln, die sich bei der Produktentwicklung verwenden lassen.

Geringere Ausgaben für mehr Effizienz

Durch eine zunehmende Mitarbeiterproduktivität haben Arbeitgeber die Möglichkeit, ihre Produktionsprozesse schneller zu verwalten. Dies gilt in allen Branchen, wodurch bei gleicher Arbeitskraft ein vergleichbares Ergebnis erzielt werden kann. Dies hilft bei der Entwicklung des Unternehmens bestmöglich weiter. Auf den ersten Blick stellen die Investitionen in moderne und zukunftsfähige Technik zwar eine Belastung dar, bei genauerem Hinsehen werden diese allerdings zu einer festen Grundlage für das moderne Arbeiten.

Wenn die Mitarbeiter in der gleichen Zeit besser und vor allem mehr arbeiten können, steigt der Wert des Unternehmens rasant an. Daraus ergeben sich für digitale Unternehmen klare Wettbewerbsvorteile, die ein effektiveres Arbeiten ermöglichen. Im Bereich der digitalen Transformation ist es nur die logische Folge, dass die zukunftsfähigeren Unternehmen auch die technisch moderneren Firmen sind, die auf Innovation und Digitalität setzen. So lassen sich durch das einmalige Investieren in die Zukunft viele Langzeitkosten einsparen, weshalb sich der Digital Workplace nachhaltig lohnt.

Entwicklung

Das Prinzip wird bereits seit vielen Jahren diskutiert. Im Jahr 1991 fand an der Open University in England sogar ein eigenes Symposium zum Thema statt. Das Konzept wurde von verschiedenen Persönlichkeiten entwickelt und vorangetrieben. Darunter finden sich der Informatiker Terry Winograd, der Ingenieur David Kelley oder der SAP-Gründer Hasso Plattner, der sich für die weitere Erforschung des Verfahrens und dessen Umsetzung in der Unternehmenswelt stark macht. Seit dem Jahr 2007 existiert am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam eine eigene School of Design Thinking, die sich ganz dem Thema widmet. Hierbei handelt es sich also nicht um eine rein akademische Übung mit geringem Praxisbezug. Stattdessen stammt der Kreativprozess mitten aus der Geschäftswelt selbst und wurde von bedeutenden Unternehmen im Bereich der Informatik und EDV mitentwickelt. Das mag einer der Gründe dafür sein, weshalb das Lösungskonzept von CEOs so begeistert aufgenommen wird. Die Designdenkweise ist Managern weltweit ein Begriff und hat längst in den Alltag der Unternehmen Einzug gefunden. Das gilt gerade für solche Unternehmen wie zum Beispiel jene der Informationswirtschaft, für die stetige Innovation ein Überlebensfaktor am Markt darstellt.

Der Ursprung des Ansatzes findet sich jedoch wenig überraschend im Silicon Valley. Dort entwickelte der Elektroingenieur und Produktdesigner David Kelley den neuen Kreativprozess angeblich in einem alten Wohnwagen, der auf dem Campus der Stanford University parkte. Hier wurden Seminare abgehalten und es fand ein reger Wissensaustausch auf engem Raum statt. Bereits hier war erkennbar, dass die Arbeit in der Gruppe bzw. im Team für den Lösungsansatz von entscheidender Bedeutung sein würde. Später hat David Kelley in Stanford ein eigenes Designzentrum aufgebaut, um seine Ideen propagieren zu können.

Die Umsetzung in der Praxis

Die Umsetzung sieht vor, dass alles gefördert werden soll, was der Kreativität zuträglich ist. Das Praktizieren dieses Kreativprozesses findet daher in der Regel nicht am Schreibtisch statt. Hilfsmittel wie das Whiteboard, das Arbeiten im Freien oder die Nutzung von Stehtischen sowie die Kommunikation in der Gruppe sind wichtig, um die Aufgabe bewältigen zu können.

Die Unternehmensgröße spielt dabei in der Praxis für den Erfolg keine Rolle. Jede Art von Unternehmen oder Organisation kann darauf für die Konzeptgewinnung zurückgreifen. Anhand von Praxisbeispielen lässt sich verdeutlichen, wie der Erkenntnisgewinnungsprozess bei dieser Methode ablaufen kann.

Der Prozess der Konzeptentwicklung lässt sich grob in vier Schritte unterteilen. Dazu gehören das Einfühlen, die Problemdefinition und die Ideengenerierung sowie das anschließende Prototyping. Unter Einfühlen ist zu verstehen, dass die Problemlöser lernen, den Projektkontext zu verstehen, dass sie die Perspektive oder den Point-of-View der Zielperson einnehmen, die ein Problem lösen möchte und erkennen, welche Chancen und Risiken bestehen. Hier ist das Stichwort Kontext entscheidend: Für das Gelingen ist es unerlässlich, dass die entwickelten Konzepte immer kontextbezogen bleiben. Allgemeine Antworten sind nicht so sehr gewünscht wie spezifisch auf eine bestimmte Aufgabenstellung in einem bestimmten Kontext zugeschnittene Ergebnisse.

In einem weiteren Schritt folgt die Problemdefinition. Hier ist es wichtig, dass alle vorliegenden Daten auch tatsächlich verarbeitet werden. Gelingt die Problemdefinition zufriedenstellend, erkennt das Team deutlich, welches Hindernis es mit einem neuen Konzept zu überwinden gilt. Danach folgt die Generierung der Ideen. Damit diese Ideengenerierung erfolgen kann, muss ein kreativer Rahmen vorgegeben werden. Praxistauglichkeit der Ergebnisse spielt jetzt noch keine Rolle, die Konzepte sollen möglichst frei entwickelt werden.

Die letzte Phase ist das Prototyping. Diese Phase wird auch als Experimentierphase bezeichnet. Die Konzepte werden jetzt konkretisiert und müssen sich in der Praxis beweisen. Dazu werden Prototypen angefertigt, sofern dieses überhaupt möglich ist. Entscheidend ist, dass das Team am Ende einen Entwurf präsentiert, den das Unternehmen tatsächlich technologisch umsetzen kann, der praktikabel ist, der die Aufgabenstellung wirklich löst und auch finanziell und in Hinblick auf alle anderen vorhandenen Ressourcen realistisch bleibt. Im Falle eines Industrieunternehmens wird nun vermutlich ein Prototyp einer Maschine oder des Teils einer Maschine präsentiert. Diese Maschine sollte tatsächlich funktionieren. Handelt es sich um ein Architekturbüro, könnte der Entwurf eines neuen Gebäudes gezeigt werden. Sehen, Anfassen, Verwenden sind hier die entscheidenden Stichworte. Damit ist auch klar, dass dieser Kreativprozess häufig mehr Arbeit macht als eine reine Ideengenerierung, die nur auf dem Papier stattfindet.

Anwendung für die Digitale Transformation

Die digitale Transformation beschäftigt alle Unternehmen unabhängig von der Branche. Prozesse werden auf den Prüfstand gestellt, Erneuerung ist eine Verpflichtung, um den Business Erfolg langfristig abzusichern. Die Digitalisierung bringt es mit sich, dass viele Arbeitsabläufe und Strukturen der Vergangenheit komplett entfallen und durch neue ersetzt werden. Hier ist es besonders entscheidend, den Mindset-Change vollziehen zu können. Nur wer eine völlig neue Sichtweise auf Aufgabenstellungen generieren kann, wird die Transformation erfolgreich bewältigen.

Die neuen Anforderungen rund um Themen wie Cloud Computing, KI oder Industrie 4.0 sind häufig sehr abstrakt und damit schwer zu vermitteln. Hier spielt die Visualisierung eine wichtige Rolle, wie sie bei dem hier präsentierten Verfahren grundsätzlich praktiziert wird. Interdisziplinären Teams soll eine kreative Umgebung geschaffen werden, damit sie die erforderlichen Geschäftsstrategien entwickeln können, die die Transformation zu einem Erfolg führen. Das Design Thinking mag heute bereits ein relativ altes Konzept sein, das jedoch durch die Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung in den vergangenen Jahren eine enorme Bedeutung für CEOs und alle Entscheider in diesem Bereich erlangt hat.

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